Energiemanager – ein neues Amt an der Schule

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Reisbach. (ob) Seit Dienstag gibt es an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule die ersten Energiemanager und in einigen Wochen folgen weitere. In jeder Klasse sind es jeweils zwei Schülerinnen und Schüler, die künftig diese Aufgabe übernehmen, ihre Mitschüler für das Thema Energiesparen zu sensibilisieren und zugleich auf verschiedene Bereiche zu achten.

Auf Initiative von Lehrer Konrad Radspieler, zuständig für Umwelterziehung, wurde diese Initiative auf den Weg gebracht. Er fand in der Reisbacher Energie-AG, vor allem in Sprecher Dr. Ewald Hottenroth, einen kompetenten Ansprechpartner, der sich der Sache annimmt. Gemeinsam machten sie sich im Vorfeld Gedanken, wie sie diese neue Verantwortlichkeit auf den Weg bringen können. Dr. Ewald Hottenroth war nun vor Ort, um die Vertreter der 5. und 6. Jahrgangsstufe einzuführen. Er klärte sie über die Folgen des Klimawandels und Einsparpotenziale auf und gab ihnen, unterstützt vom Lehrer, viel Wissen und auch ganz konkrete Aufgaben an die Hand.

Es gab mehrere Gründe für den Lehrer, warum er dieses neue Amt an der Schule installieren möchte. Jeden Tag werden Ressourcen auf Kosten von Klima und Umwelt unnötig verbraucht, auch an der Schule. Die Energiemanager sollen einen Beitrag für einen effizienten Energieeinsatz leisten. So beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler während ihrer Ausbildung mit dem Treibhauseffekt. Auch wurde ihnen erörtert, dass die Menschen das Klima aufgrund des hohen Energieverbrauches verändern, sei es beim Heizen, der Stromversorgung, der Nutzung des Autos oder der Herstellung von Produkten. Die Energie gewinnt man durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Dabei entsteht sehr viel Kohlendioxid (CO2), das die Wärme der Sonne, die von der Erde abgestrahlt wird, zurück hält. Deshalb wird es auf unserem Planeten wärmer. Dürre oder Unwetter sind gravierende Folgen des Klimawandels.

Die künftigen Energiemanager bekamen aber auch ganz konkrete Hinweise, wie sie an der Schule CO2 sparen können, etwa, das Licht in der Pause auszuschalten. Stand-by-Funktionen benötigen ebenfalls Strom, weshalb die Geräte lieber ganz abzuschalten sind. Sinnvoll ist Stoßlüften oder mit dem Rad beziehungsweise mit dem Bus zur Schule zu fahren.

Das Erlernte sollen die Schülerinnen und Schüler nun in die Klassen tragen und ihre Kameraden für das Thema sensibilisieren. Ganz konkret werden sie über Ursachen und Folgen des Klimawandels sprechen und ihre Mitschüler und Lehrer zum Energiesparen anregen. Die 5.- und 6.-Klässler werden auf einem Plakat eine Liste mit den Möglichkeiten, Energie im Klassenzimmer zu sparen, erstellen. Sind es doch oft schon kleine Dinge, die Erfolge erzielen lassen. In einigen Wochen findet die Schulen der Energiemanager der 7., 8. und 9. Klassen statt.

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 Der Sprecher der Energie-AG Dr. Ewald Hottenroth (rechts) schulte,
unterstützt von Lehrer Konrad Radspieler die Fünft- und Sechstklässler.