Beruf mit vielen Weiterbildungsmöglichkeiten

Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe zu Gast

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Reisbach. (ob) Um die Entscheidungsfindung in Sachen Berufswahl zu erleichtern, stellt die Maximus-von-Imhof-Mittelschule die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler diesbezüglich auf eine breite Basis. So lernten die beiden achten Klassen im Rahmen der Berufsorientierung am Mittwoch die Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Arnstorf kennen. Sie bildet Altenpfleger und Pflegefachhelfer aus.

Die beiden Klassenlehrer Stefanie Raith und Tobias Raith konnten für jeweils zwei Unterrichtsstunden den Schulleiter Stefan Schwiewitz, Klassenleiterin Nilgun Konuk und Schülerin Ünce Kader begrüßen. Sie war selbst an der Reisbacher Mittelschule. Auch Berufseinstiegsbegleiter Fritz Hein wohnte diesen außerordentlichen Unterrichtseinheiten bei. Die Ausbildung, so informierte der Schulleiter, soll zur selbständigen eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege befähigen. Dazu trägt das Lernfeldkonzept bei, denn die Unterrichtsinhalte werden nicht mehr über Fächer definiert, sondern über Lernfelder. Altenpflegeausbildung heißt unter anderem: Menschen personen- und situationsbezogen zu pflegen, sie anleiten, beraten und Gespräche führen, bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, aber auch ältere Menschen bei der Tagesgestaltung zu unterstützten. Vorgestellt wurde der Unterschied zwischen Behandlungs- und Grundpflege. Die einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer hat die Grundpflege zum Schwerpunkt. Wer die Mittelschule erfolgreich absolviert und 16 Jahre ist, kann diesen Weg einschlagen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer dreijährigen Qualifizierung zum Altenpfleger, bei der die Behandlungspflege intensiviert wird. Sie kann auch auf die einjährige Ausbildung aufbauen.

Die Schule in Arnstorf, die sich im Parkwohnstift befindet, bildet zudem dual aus. Während des Besuches der Klassen blieb es jedoch keinesfalls beim theoretischen Vortrag. Die Schülerinnen und Schüler maßen ihren Puls im Ruhezustand und nach dem Seilspringen und konnten somit auch ihre Körperwahrnehmung trainieren. In Form eines Wettbewerbes sollten sie Luftballons, die mit Rasierschaum eingecremt waren, rasieren und brauchten hierfür allerhand Fingerspitzengefühl.

Stefan Schwiewitz betonte, dass die Pflege allgemein Nachwuchs braucht und wer sich für dieses Berufsfeld entscheidet, hat viele Möglichkeiten, sich auch fort- und weiter zu bilden und eine der attraktiven beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu realisieren bis hin zur Heimleitung oder zum Studium im Pflegebereich.

 

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Die Achtklässler bekamen Einblicke in die Pflegeberufe auf interessante Weise vermittelt.