Ein Beruf mit vielen Facetten

Die 8. Klassen besuchten den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Huber 

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Reisbach. (ob) „Wie vermeidet man Abfallprodukte bei Ackerbau/Viehzucht?“, „Welches chemische Spritzmittel tötet nutzbringende Insekten?“ Es waren diese und viele Fragen mehr, die Martin Huber beantwortete. Der Landwirt gab am Dienstag den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen der Maximus-von-Imhof-Mittelschule Einblicke in seine umfangreichen Tätigkeiten und stellte ihnen somit seinen Beruf genauer vor.

Gemeinsam mit den Klassenlehrern Alexandra Thalhammer und Alois Salzberger machten sich die Klassen 8a und 8b auf den Weg nach Reith. Im Rahmen des Unterrichtsfaches Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) ist das Thema Berufsorientierung gerade im heurigen Schuljahr immer wieder präsent, wozu auch diese kleine Exkursion gehörte.

Gut vorbereitet trafen die Schülerinnen und Schüler auf dem Betrieb ein, nachdem sie sich bereits im Unterricht mit dem Beruf Landwirt näher auseinander setzten. Martin Huber ist Agraringenieur und bringt sein Wissen und Können in den heimischen Schweinehaltungsbetrieb ein. Er erklärte den beiden Klassen den Arbeitsablauf und machte deutlich, dass dieser nur bis zu einem gewissen Maße geregelt abgewickelt werden kann.

Nachdem man es hier mit Lebewesen zu tun hat, heißt es, flexibel zu sein. In der Außenwirtschaft kümmert er sich darum, dass auf den Feldern Weizen, Hafer, Gerste, Mais, Zwischenfrucht oder Zuckerrüben wachsen und gedeihen. Ein gut aufgestellter Fuhr- und Gerätepark unterstützt ihn beim effizienten Arbeiten. Dieser reicht über den Traktor hinaus.
Sämaschinen, Düngerstreuer, Pflanzenschutzspritze oder Mähdrescher kommen im Jahreslauf zu den unterschiedlichen Arbeiten zum Einsatz.

In den Getreidesilos lagert die Ernte. Das Futter für die Schweine besteht aus mehreren Komponenten und wird automatisch gemischt. In den Schweinestall konnte Martin Huber die Schülerinnen und Schüler nicht führen, nachdem dieser aus Seuchenschutzgründen nicht betreten werden durfte. Er erzählte aber, dass hier 120 Mutterschweine leben, die regelmäßig wofür Nachwuchs sorgen. Einen Monat lang werden sie von der Mutter gesäugt. Drei Monate folgen in der Aufzucht. Anschließend kommen die Tiere in den Maststall, bis sie ein Gewicht von etwa 120 Kilo erreicht haben. Verkauft werden könnten die Ferkel ab einem Gewicht von etwa 30 Kilo.

Gerade heuer in einem Jahr mit massivem Borkenkäferaufkommen, ist auch die Forstwirtschaft häufig im Gespräch. Genaueres dazu erörterte Martin Huber, denn für viele Landwirte stellt dieser Sektor ein weiteres Standbein dar. Familie Huber verwendet die Hackschnitzel, die sie aus eigenem Bestand gewinnt, für das Heizen des Wohnhauses, für den Stall und für das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in unmittelbarer Nachbarschaft. Darüber hinaus wird Holz für verschiedene  Anforderungen produziert.

Die beiden Klassen konnten mit nach Hause nehmen, dass ein Bauer in seinem Beruf lebt und die Landwirtschaft in den Alltag stetig mit integriert ist, sodass es nicht möglich ist, Arbeit und Privates strickt zu trennen. Aber auch, dass die Aufgaben facettenreich sind und sich der Tagesablauf vielfältig gestaltet und dass man in diesem Bereich fundiertes Wissen braucht, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Gerade in der Landwirtschaft heißt es auch, Stillstand ist Rückschritt. Bei Bewirtung mit Brotzeit und Getränken wurden allerhand Fragen beantwortet.
 
 
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Die Klasse 8a lernte unter anderem die verschiedenen Gerätschaften kennen.
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Viele Einblicke in den Beruf des Landwirtes erhielt auch die Klasse 8b.