Für eine verantwortungsvolle Aufgabe gerüstet

17 neue Schulbuslotsen wurden ausgebildet

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Reisbach. (ob) Seit Dienstag konnte das Team der Schulbuslotsen an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule um 17 neue Schülerinnen und Schüler verstärkt werden. POK Reinhold Führmann von der Polizeiinspektion Dingolfing war vor Ort, um die vorausgehende Ausbildung zu übernehmen.

Der Polizeibeamte kam auf Vermittlung des Sicherheitsbeauftragten Tobias Hess an die Schule und unterrichtete die Schülerinnen und Schüler über mehrere Stunden, schließlich übernehmen sie eine verantwortungsvolle Aufgabe. So bekamen die Kinder das nötige Rüstzeug, um für Sicherheit beim Ein- und Aussteigen sowie beim Busfahren zu sorgen.

Viele Buskinder treffen bereits morgens vor Unterrichtsbeginn an der Haltestelle mit ihren Freunden oder Klassenkameraden zusammen. Die Zeit bis zur Abfahrt des Busses vertreiben sie sich oft mit Spielen; eine unfallträchtige Situation, weil sie unbeabsichtigt auf die Fahrbahn geraten können. Die Ankunft des Busses löst häufig ein unübersichtliches Durcheinander aus, weil jeder rechtzeitig im Bus sein möchte, um einen Sitzplatz zu bekommen. Auch im Bus selbst kann es zu Konflikten kommen.

Ein hoher Lärmpegel, Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Fahrgästen oder Streitereien zwischen den Kindern sind nicht nur störend. Sie können auch die Sicherheit gefährden, wenn der Fahrer abgelenkt wird. Aus diesem Grund wurde das Projekt auch „Schulbuslotsen“ ins Leben gerufen. Derzeit sind bundesweit rund 8.000 Busbegleiter aktiv. Bei allen Tätigkeiten stehen sie im direkten Kontakt mit den Busfahrern. Für sie ist es oftmals eine Entlastung, wenn ein Schulbuslotse mitfährt und ihm hilft, falls eine konfliktgeladene Situation entsteht.

Nachdem die letztjährigen Schulbuslotsen aus den 9. Klassen zum Sommer ausschieden, stellten sich nun wieder neue Kräfte zur Verfügung, die die verbliebene Gruppe ab sofort unterstützt. Sie werden in gleicher Art ausgewählt, ausgebildet und eingewiesen wie die Schülerlotsen und können als Aufsicht an der Bushaltestelle oder im Schulbus einzeln oder paarweise eingesetzt werden.

An der Haltestelle sorgt ein Schulbuslotse dafür, dass die Kinder nicht die Fahrbahn betreten, nicht auf Absperrgeländern turnen, sich zum Einsteigen in der Reihe aufstellen und den Schulpack in der Hand und nicht auf dem Rücken halten. Besonderes Augenmerk haben sie darauf zu richten, dass niemand beim Einfahren des Busses in die Haltestelle drängelt, damit keiner vor den Bus gestoßen wird und letztlich, dass das Einsteigen geordnet von statten geht. Auch sorgt ein Schulbuslotse dafür, dass die Kinder während der Fahrt ihre Plätze beibehalten beziehungsweise sich auf Stehplätzen festhalten und nicht umherlaufen oder auf die Sitze klettern. Auch darf niemand den Türen zu nahe kommen oder den Bus beschädigen. Zusätzlich achten sie darauf, dass der Fahrer nicht behindert oder abgelenkt wird. Gerade beim Einfahren in die Haltestelle sind sie vermehrt gefordert, um das Gefahrenpotential so niedrig wie möglich zu halten.

Wer sich hier einbringen möchte, muss mindestens 12 Jahre alt sein und benötigt das Einverständnis der Schule sowie die Einwilligung der Eltern und die Zustimmung der Gemeinde für diese Tätigkeit. Heuer waren es ausnahmslos Schülerinnen und Schüler der beiden 7. Klassen, die hierfür gewonnen werden konnten.

Mit dem Bestehen der abschließenden Prüfung sind nun ab sofort im Einsatz: Johannes Braun, Anna-Lena Dachs, Selina Flexeder, Magdalena Rodler, Valerie Boda, Luisa Boda, Sarah Pfeuffer, Leonie Kufer, Lukas Lazar, Jehona Gashi, Christina Ziegler, Michael Fuchs, Benjamin Frieß, Leon Helmbrecht, Gentrit Hoxhaj, Maxe Pitrich und Tobias Huber.

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17 Schülerinnen und Schüler ließen sich zu neuen Schulbuslotsen ausbilden.