Umfangreiche Ausbildung im Pflegeberuf

Informationen zur Berufswahl erhalten

BWT AP19

Reisbach. (mb) In der achten Klasse wird es allmählich konkret in Sachen Berufswahl. Die Maximus-von-Imhof-Mittelschule legt deshalb Wert darauf, den künftigen Auszubildenden in Sachen Entscheidung, wohin der Weg führen soll, Hilfestellung zu geben. Aus diesem Anlass waren am Montag zwei Vertreterinnen der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe in Arnstorf vor Ort. Hier werden Altenpfleger und Pflegefachhelfer ausgebildet und was sich hinter dem Berufsbild verbirgt, wurde anschaulich näher gebracht.

Sowohl die Klasse 8a mit Klassenlehrerin Alexandra Thalhammer als auch die Klasse 8b mit Klassenlehrer Alois Salzberger wurde dabei eingehend in jeweils zwei Unterrichtsstunden informiert. Unter ihnen waren auch die acht Teilnehmer der Berufseinstiegsbegleitung. Nicht zuletzt deshalb war auch Berufseinstiegsbegleiter Fritz Hein mit vor Ort. Berufspädagogin im Gesundheitswesen B.A., Klassenleitung Pflegefachhelfer Nilgün Konuk wurde von Kader Ünce begleitet. Sie war selbst Schülerin in Reisbach und befindet sich derzeit im zweiten Lehrjahr in der Altenpflege. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass ab 2020 ein neues Gesetz in Kraft tritt, wonach ab September kommenden Jahres drei Berufe in einem gelehrt werden, nämlich Krankenkpfleger, Altenpfleger und Kinderkrankenpfleger.


Die Ausbildung, so informierte die Berufspädagogin, soll zur selbständigen eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Pflege befähigen. Dazu trägt das Lernfeldkonzept bei, denn die Unterrichtsinhalte werden nicht mehr über Fächer definiert, sondern über Lernfelder. Altenpflegeausbildung heißt unter anderem: Menschen personen- und situationsbezogen zu pflegen, sie anleiten, beraten und Gespräche führen, bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, aber auch ältere Menschen bei der Tagesgestaltung zu unterstützten. Vorgestellt wurde der Unterschied zwischen Behandlungs- und Grundpflege. Die einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer hat die Grundpflege zum Schwerpunkt. Wer die Mittelschule erfolgreich absolviert und 16 Jahre ist, kann diesen Weg einschlagen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer dreijährigen Qualifizierung zum Altenpfleger, bei der die Behandlungspflege intensiviert wird. Sie kann auch auf die einjährige Ausbildung aufbauen. Die Schule in Arnstorf, die sich im Parkwohnstift befindet, bildet zudem dual aus.


Nilgün Konuk betonte, dass die Pflege allgemein Nachwuchs braucht und wer sich für dieses Berufsfeld entscheidet, hat viele Möglichkeiten, sich auch fort- und weiter zu bilden und eine der attraktiven beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu realisieren bis hin zur Heimleitung oder zum Studium im Pflegebereich.

BWT AP19

Die beiden Repräsentantinnen der Berufsfachschule mit Berufseinstiegsbegleiter Fritz Hein.