Echte Spürnasen kennengelernt

Mitglieder des Vereins Tier- und Personensuche e. V. an der Mittelschule zu Gast

SuHu19

Reisbach. (mb) Einen außergewöhnlichen Nachmittag erlebten die Schülerinnen und Schüler, die die offene Ganztagsbetreuung der Maximus-von-Imhof-Mittelschule besuchen, am Mittwoch. Gleich neun Vierbeiner waren es, die sie besuchten. Dabei waren es speziell ausgebildete Hunde, die zeigten, was sie alles können. Sie sind Suchhunde und übernehmen im Ernstfall das Aufsuchen von Menschen oder Tieren.

 

Das TeamTrailer konnte für diese Demonstration von der Leiterin der offenen Ganztagsschule Gabriele Kussmaul gewonnen werden, nachdem sie selbst mit ihren Hunden regelmäßig die Ausbildung besucht. Sonja Stefan-Penzenstadler, selbst begeisterte „Mantrailerin“ und ausgebildete Trainerin erschien gemeinsam mit den beiden Trainerinnen Isolde Müller und Andrea Haft sowie Theresa Limbrunner und besagten Hunden. Das Mantrailing (englisch „man“ - Mensch und „to trail“ - Spur verfolgen“) ist eine Form der Personensuche mit dafür ausgebildeten Suchhunden.

Dabei kommt es keinesfalls auf die Rasse an. Das stellten auch die Hunde unter Beweis, die in Reisbach vor Ort waren, unter anderem ein Labrador, ein Beagle und ein Schäferhund. Einige ggehen quasi selbst noch in die „Schule“, andere leisten bereits bei Einsätzen wichtigen Dienst.

Bei der Personensuche bekommt der Hund eine Geruchsprobe der vermissten Person. Demnach ist der Geruch das allerwichtigste. Er muss jedoch für sich alleine stehen und darf nicht von anderen Gerüchen beeinflusst werden. Der Gesuch jedes Lebewesens erzeugt eine individuelle Spur aus Duftmolekülen, welche vorwiegend aus Hautpartikeln aber auch anderen Stoffen wie etwa Medikamente oder Deo besteht. Vom Suchhund wird die individuelle Duftspur verfolgt. Wie denn die Arbeit der Hunde konkret aussieht, erfuhren die Schülerinnen und Schüler hautnah.

Die Mitglieder des Vereins Tier- und Personensuche e. V.  sind immer wieder ehrenamtlich im Einsatz, wenn es darum geht, Personen oder Haustiere zu suchen. An diesem Nachmittag nahmen die Suchhunde die Spur so mancher „vermissten“ Schüler auf. Unschwer war zu erkennen, dass den Vierbeinern die Arbeit Freude bereitete. Dabei dauerte es auch nicht lange, bis sie ihre Aufgabe erfolgreich erledigt hatten. Besonders spannend war es für die Kinder, als sie selbst den ein oder anderen Hund führen durften und somit nicht nur Zuschauer waren, sondern mitten im Geschehen.

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Das TeamTrailer stellte den Mittelschülern die Arbeit der Suchhunde vor.