Ein "Steuermann" im besten Sinne

Amtseinführung von Schulleiterin Martina Huber an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule

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Reisbach. (mb) Die ersten Wochen sind bereits abgearbeitet, das neue Aufgabenfeld abgesteckt. Nun fand am Freitag im Kreis des Kollegiums und weiterer Gäste die offizielle Amtseinführung von Schulleiterin Martina Huber an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule statt. Ein Novum im Schulamtsbereich, denn erstmalig übernahm eine Lehrerin diese Position an einer Mittelschule ohne vorher Konrektorin gewesen zu sein.

Konrektorin Jutta Schätz konnte dazu als Gäste Pfarrer Martin Ramoser, Diakon Werner Aigner, Ersten Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner, den fachlichen Leiter des Schulamtes Schulamtsdirektor Stefan Pielmeier, Elternbeiratsvorsitzenden Heinz Zach, Fördervereinsvorsitzenden Andreas Steinberger, Personal und Kollegen begrüßen. Als bekannt wurde, dass Martina Huber Schulleiterin wird, habe sie ausschließlich positive Resonanz erfahren. Jeder wisse, dass sie die Schule in- und auswendig kenne. „Die Schule ist und bleibt ihr Zuhause“. Und nachdem zu einem Zuhause auch ein Hausbaum gehört, durfte Martina Huber ein stattliches Exemplar einer Hainbuche, versehen mit guten Wünschen der Kollegen, entgegen nehmen. Sie wird vor dem Gebäude ein Plätzchen finden. Jutta Schätz wünschte Martina Huber, dass ihre Visionen zu Bausteinen werden.

Stefan Pielmeier zeigte den beruflichen Werdegang der neuen Rektorin auf. Inoffiziell war sie schon länger in diesem Aufgabenfeld zur Anplanung des Schuljahres tätig. Dass der Wechsel in der Führung so ablaufen konnte, war möglich, weil er schon früh bekannt war und sie als langjährig tätige Lehrerin schon viel Vorwissen einbringen und sich einarbeiten konnte. Dieser Anfang glückte gut, auch dank der Unterstützung des Kollegiums und der vielen Zeit, die sie investierte. Es zeichnete sie immer aus, dass sich Martina Huber über das Klassenzimmer hinaus engagierte. Nun knüpfe sie an der Tradition der Mittelschule, dass Rektoren auch in der Gemeinde verwurzelt sind nach Max Götz, Thea Schweikl und Hans Graßl wieder an.

Martina Huber halte dem Haus seit 2001 die Treue. In ihrer bisherigen Dienstzeit bildete sie fünf Lehramtsanwärter aus, seit 2016 wirke sie als externe Evaluatorin, auch zum Vorteil der eigenen Schule, um neue Impulse mit aufzunehmen. Martina Huber zeichne hohe fachliche Kompetenz aus, Aufgeschlossenheit für Neuerungen, Loyalität, Bereitschaft, zuzuhören und entschlossen, Ziele durchzuführen, eine positive Grundstimmung sowie zustimmender Charakter. Er wünschte ihr ein effektives Zeitmanagement für die Aufgaben als Lehrerin und Schulleiterin. 

Sie habe nun die Verantwortung für die Schule und das Kollegium und nicht mehr nur für eine Klasse, könne Steuermann im besten Sinne sein und gemeinsam mit den Kollegen Schwerpunkte setzen. Schule wandle sich ständig. Es gelte, diesen Prozess in der neuen Verantwortung weiter zu führen. Sie gebe den Takt und den Ton an, könne aber bei der Umsetzung auf die Fähigkeiten der Kolleginnen und Kollegen vertrauen. Martina Huber werde sicher als sensibler Profilgeber der Schule den Teamgedanken weiter pflegen. Schule stehe immer im Fokus der Öffentlichkeit und Interesse der Eltern. Jede Schule habe es in der Hand, wie sie nach außen wirke. Das bedeute, auch manchmal ausgetretene Trampelpfade zu verlassen und Neues zu wagen. Neben Worten hatte der Schulamtsdirektor auch etliche Sachgegenstände mit symbolischer Bedeutung dabei, die er aus einer kleinen Schultüte herausholte. Dinge, die ein Schulleiter unbedingt braucht vom Rotstift bis zum Radiergummi.

Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner betonte seine ehrliche Freude darüber, dass Martina Huber diese Stelle bekam. Das Portfolio seines Vorredners gebe Anlass, Stolz darauf zu sein. Hierin stecke viel Potential. Man spüre im Hause eine gewisse Freude. Die neue Schulleiterin habe in den letzten Wochen schon allerhand angestoßen. Es wurde geräumt, geputzt, gemalert und umgestellt. Sie sei mit dem Herzen dabei, habe es auch bei den Mitarbeitern und merke somit, wenn etwas „zwickt“ und man helfen könne. Martina Huber habe nun eine neue Rolle, die es gelte zu erlernen. Letztlich komme es aber darauf an, zusammen zu halten. Der Bürgermeister wünschte eine gute Hand und die Zeit, bei allen Leitungsfunktionen, trotzdem noch bei den Kindern zu sein. Ihr eile ein guter Ruf voraus, Zeichen dafür, dass sie in der Vergangenheit gute Arbeit leistete. Man wolle miteinander den Standort weiter entwickeln, wobei auch der gesamte Gemeinderat hinter der Schule stehe. 

Elternbeiratsvorsitzender Heinz Zach freute sich, das er eine „wunderbare ehemalige Klassenleiterin“ als Rektorin begrüßen durfte. Sie habe einen „riesen Status“ an der Schule, auch bei den Eltern und Schülern. Jene, die sie nicht mehr als Klassenlehrerin haben, seien diesbezüglich zwar traurig, freuten sich aber, dass ihre Klassenleiterin Chefin wurde und die Nachfolge mit Alois Salzberger bestens geregelt sei. Er wünschte viel Glück, Biss, Standhaftigkeit und Freude im neuen Aufgabengebiet.

Martina Huber war es nach den herzlichen Worten und guten Wünschen ein Bedürfnis, sich bei all jenen namentlich zu bedanken, die sie bisher unterstützten. Eine Schule zu führen und mitzugestalten sei eine fordernde, aber auch wunderschöne Aufgabe. Allerdings, alleine schaffe man das nicht, weshalb der Teamgedanke schon ganz wichtig sei. Hauptkern sei das Kollegium, mit dem alles stehe und falle. Als sie sich zu diesem Schritt entschloss, wusste sie, dass man sich mit diesem Team auf den Weg machen könne. Sie wünschte sich, dass man gemeinsam Wege suche zum Wohle der Kinder. „In diesem Sinne wollen wir miteinander anpacken.“

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Martina Huber durfte von den Rednern viele herzliche Worte zur offiziellen Amtseinführung entgegen nehmen.

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