Ein Tag als Auszubildender

Wirtschaftsjunioren beteiligen sich an bundesweiter Aktion

MS-2021-Azubi-Tag

Reisbach. (mb) Erstmalig beteiligten sich die Wirtschaftsjunioren heuer an der bundesweiten Aktion „Ein Tag Azubi“ der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Nutznießer dieses Tages sind zum einen die Achtklässler der Maximus-von-Imhof-Mittelschule, die man als „Pilotpartner“ wählte. Zum anderen aber, so hoffen die Organisatoren, im Nachgang auch die beteiligten Betriebe. Vielleicht ergibt sich aus diesem „Schnuppertag“ konkret das ein oder andere Praktikum. Vielleicht können auf diesem Weg sogar Ausbildungsverträge angebahnt werden.


Erste Vorsitzende Jessica Huber wurde zu Beginn des Aktionstages am Donnerstag in der Klasse 8a von Rektorin Martina Huber und Klassenlehrer Reinhard Wagner begrüßt. Diese freute sich, dass die Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der Corona-Einschränkungen in der 6. und 7. Jahrgangsstufe in Sachen Berufsorientierung nur reduziert gefördert werden konnten, heuer wieder umfangreiche Möglichkeiten zur Berufsorientierung bekommen können und dankte den Wirtschaftsjunioren für das Angebot. Sie wünschte allen einen interessanten Vormittag. „Stellt Fragen, schaut genau hin, seid neugierig, nutzt die Gelegenheit.“


Jessica Huber ging näher auf die Zielvorgabe dieses Tages ein. Die Wirtschaftsjunioren verstehen sich als „Stimme der jungen Wirtschaft“. Gerade in dieser schweren Zeit der Corona-Krise vielleicht besonders wichtig. Das gelte auch und besonders im Bereich der beruflichen Ausbildung, denn die mit der Krise verbundene Unsicherheit, unklare Perspektiven sowie Pandemie-bedingten Ausfall vieler Formate der Berufsorientierung machen es schwerer, dass Unternehmen und Schüler zusammenfinden. Die Wirtschaftsjunioren Dingolfing-Landau wollen beide Seiten unter die Arme greifen. Mit der Aktion stellten die Wirtschaftsjunioren eine gute Verknüpfung zwischen Schule und Unternehmen her und die Beteiligten konnten erste Kontakte anbahnen.


Dieses Projekt soll jungen Leuten die Chance einer Berufsausbildung vermitteln und ihnen die Ausbildung nahe bringen, selbst wenn sie mit Startschwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Schülerinnen und Schüler konnten für einen Tag ein Berufsfeld ausprobieren. Jessica Huber hatte für die Achtklässler zudem Aufmerksamkeiten dabei. Aktiv beteiligten sich folgende Betriebe: Erl GmbH in Landau, Automobile Vögl, Dingolfing, Mossandl GmbH, Dingolfing, Johannes Apotheke Dingolfing, Einhell AG, Landau, TEBA Kreditbank, Landau, Schreinerei Vilstaler, Obermünchsdorf sowie Holz in Form, Niedermeier, Marklkofen/Warth. Sie boten Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe wie Elektroniker, Mechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufleute für Büromanagement, PKA, Rechtsanwaltsfachangestellte, Schreiner, Produktdesigner, Industriemechaniker und andere mehr. Die Schülerinnen und Schüler waren aufgefordert, sich im Vorfeld für einen Betrieb zu entscheiden. Die Wirtschaftsjunioren organisierten zudem die Busse, die die Teilnehmer zu den Unternehmen brachten. Hier wurden sie schon erwartet und einen Vormittag lang geführt. Sie wurden dabei von Auszubildenden des Unternehmens begleitet, um einen direkten Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Ziel ist, nicht nur Berufsperspektiven aufzuzeigen. Hier und dort konnten sie auch selbst mit anfassen und sich ausprobieren. Vor allem aber gab es Informationen.


Noch im heurigen Jahr stehen drei Praktika im Lehrplan der 8. Klassen, erneut Gelegenheit, um die Arbeitswelt kennenzulernen. Neben weiteren  Angeboten gehören sicher auch die acht Schultage mit dem Fortbildungszentrum in Landau zu einem wichtigen Baustein, den geeigneten Ausbildungsberuf zu finden.


Jessica Huber betonte, dass sich an dem Azubi-Tag, der im kommenden Jahr eine Wiederholung erfahren soll, prinzipiell auch Nichtmitglieder beteiligen können. Interessierte Betriebe können sich bei den Wirtschaftsjunioren melden, gerne auch Schulen, die das Angebot nutzen möchten.

 

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Jessica Huber kam zum Start des Aktionstages an die Schule.