An sechs Nachmittagen hatten 14 Kinder der fünften und sechsten Klasse der Maximus-von-Imhof-Mittelschule die Möglichkeit, ihr Interesse für Technik und Handwerk zu entdecken.
„Begeistern durch Machen“ ist hier das Motto. Hintergrund der Aktion, die von der Technischen Hochschule Deggendorf durchgeführt wird, ist der Mangel an Technikfachkräften in Deutschland. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Entscheidung für einen Technikberuf bei 80 Prozent bereits in der Kindheit begründet ist. Verschiedenen Sportarten können in den entsprechenden Vereinen gelernt werden, aber wo lernt ein Kind „Technik“? Der gemeinnützige Verein „TfK – Technik für Kinder e.V.“ realisiert Projekte, um Kindern spielerisch durch „Selbermachen“ und freies Experimentieren die Welt der Technik nahezubringen.
Auszubildende von BMW hatten diesen Zusatzunterricht ermöglicht, der das Interesse an technischen Berufen wecken soll. Bei den Zusammenkünften wurden mit den Schülern Stromkreise aufgebaut, mit elektrischen und elektronischen Bauteilen experimentiert und den Umgang mit Werkzeugen, Lötkolben und Messgeräten erlernt. Dabei entstanden für jeden eine LED-Taschenlampe und eine LED-Wechselblinkschaltung. Auch eine Lötübung, bei der der Name aus Widerständen gelötet wurde, wurde gefertigt. Schrauben, löten, kleben – am Ende des Kurses haben alle entsprechende Kenntnisse in diesen handwerklichen Tätigkeiten erworben. Es war ein Hineinschnuppern in diesen Berufszweig und natürlich nutzte man die Möglichkeit, um Fragen an die Auszubildenden zu stellen. Im Idealfall finde man Gefallen an diesen Arbeiten und somit werde die Berufsfindung durch derlei Projekte erleichtert.
Am letzten Nachmittag konnte Lehrkraft Franziska Altweck Dank an die Auszubildenden der Firma BMW aussprechen. Die „Gastdozenten“ versicherten, ihnen habe die Arbeit mit den Kindern Spaß gemacht. Sie sehen es als Chance, den Nachwuchs für das Handwerk zu begeistern. Andreas Steinberger war als Vorsitzender des Fördervereins zugegen. Der Förderverein hat wieder einen maßgeblichen Betrag der Kosten übernommen, damit der Eigenanteil für die Kinder möglichst gering gehalten werden konnte. Als Koordinator für das Projekt ist Tobias Heß verantwortlich, der auch die Urkunden an die teilnehmenden Kinder vorbereitet hatte.


