Stück des Puzzles und viel „Rock ’n’ Roll“

Feierlicher Abschluss an der Maximus-von-Imhof-Mittelschule

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Ein großer Tag für 38 Absolventen der Maximus-von-Imhof-Mittelschule: Mit einem festlichen und emotionalen Programm wurden die Jugendlichen feierlich aus der Schulzeit entlassen. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche begann der Feierakt in der Schulaula mit den Klängen der Europahymne. Im Anschluss hieß Rektorin Martina Huber die Schulfamilie sowie zahlreiche Ehrengäste willkommen. Musikalisch perfekt umrahmt wurde der Festakt unter anderem von Julia Huber mit „Irgendwie und sowieso“ und dem Klassiker „Piano Man“ sowie von Johannes Loibl mit „Tango una muneca“. Außerdem stimmte Maxi Guggenberger die Sternenpolka an.

 

MS_2026_Abschluss26_03In ihrer Festansprache fand Rektorin Martina Huber rührende Worte für die Entlassschüler. Knapp 80 Prozent der Jugendlichen haben den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule (Quali) erfolgreich gemeistert. „Viele von euch haben es bis zum Schluss spannend gemacht. Die Klassenlehrkräfte waren sich nicht immer sicher, ob jedem bewusst war, dass eine Prüfung vor der Tür steht“, verriet die Schulleiterin schmunzelnd. Am Ende jedoch hätten alle den Prüfungsmarathon mit Bravour gemeistert. Besonders schön sei es zu sehen, wie sich die Kinder der fünften Klasse zu reifen Persönlichkeiten entwickelt haben. Sie wünschte den Absolventen Mut, Optimismus und Durchhaltevermögen für den neuen Lebensabschnitt.

 

Das eigene Tempo finden und das Lächeln bewahren
Simbachs Bürgermeister Anton Sporrer fand in seiner humorvollen Rede sofort den richtigen Draht zu den Jugendlichen: „Heute ist euer Tag! Keine Schulaufgaben mehr, keine Tests mehr, kein Satz wie: „Das ist prüfungsrelevant!“ Er betonte, dass mit 16 Jahren der Lebensweg noch nicht komplett durchgeplant sein müsse – auch ein „Schau ma moi“ dürfe sein. Die Lehrer hätten in den vergangenen Jahren sicherlich ein ganzes Buch voller kreativer Schülerausreden füllen können. Sporrer dankte den Lehrkräften für ihren Einsatz, aus den Klassen Einheiten zu formen, und den Eltern für die stetige Motivation. Werte wie Respekt, Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit stünden zwar nicht im Zeugnis, seien aber das Wichtigste für die Zukunft. „Vergleicht euch nicht mit anderen. Jeder hat sein eigenes Tempo. Geht genau dieses Tempo“, riet er den Jugendlichen und fügte an, dass er sich als Bürgermeister wünsche, dass die Absolventen der Heimat in den Betrieben und Vereinen erhalten bleiben. 

 

MS_2026_Abschluss26_06Reisbachs Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner zeigte sich sichtlich stolz, selbst einmal Schüler dieser Schule gewesen zu sein. Er blickte realistisch auf die Anstrengungen zurück: „So mancher Schweißtropfen war wohl auf der Stirn bis zu diesem heutigen Tag – und das wird im Leben noch öfters kommen.“ Er ermutigte die Entlassschüler, optimistisch nach vorne zu blicken: „Die Welt steht euch offen, behaltet euch das Lächeln ein Leben lang. Das Leben ist schön, man muss nur seinen eigenen Beitrag dazu leisten.“ Die Gesellschaft brauche das Engagement der Jugend, denn sie sei die Zukunft.

 

„It’s a long way to the top“

Bei der Zeugnisverleihung der Klasse 9a fand Klassenlehrer Christian Miedl in einer humorvollen Rede die passenden Worte für seine „Hauptdarsteller“. Mit dem AC/DC-Zitat „It’s a long way to the top – but it’s only Rock ’n’ Roll“ beschrieb er die vergangenen zwei Jahre: „Rock ’n’ Roll steht für Lebensfreude und Spaß. Und diesen Spaß hatte ich wirklich jeden Tag mit euch!“ Er blickte auf schulische Sackgassen, Abkürzungen und verstopfte Einbahnstraßen zurück, lobte aber den enormen Zuwachs an Fleiß in den letzten Monaten: „Geht euren Berufsweg ohne Angst, besinnt euch auf eure Stärken. Lasst euch nicht von eurem Weg abbringen. Es war mir eine Ehre!“

 

MS_2026_Abschluss26_05Rückblick auf die Schulzeit in Reimform

Klassenlehrerin Karina Ruf (Klasse 9b) ließ die gemeinsame Schulzeit in einer kreativen, komplett in Reimform gehaltenen Rede Revue passieren. Sie erinnerte an den Start in der siebten Klasse, als neue Fächer wie Ernährung und Soziales, Technik und Wirtschaft hinzukamen und die Schüler mit Feuereifer im Werkraum maßgenau arbeiteten. Ob tatkräftige Hilfe am Tag der offenen Tür, spannendes Pilzesammeln im Wald, die Pflege des Hochbeets oder der einfühlsame Besuch bei den Senioren: „Mit Spielen, Geschichten und offenem Ohr kam Menschlichkeit bei euch stets vor.“ Auch sportliche Erfolge im Fitnessstudio und Kunstwerke in der Eishalle prägten die Zeit. Trotz mancher Träne bei Ausflügen wie in den Tierpark hielt sie fest: „Perfekt ist niemand und gerade das macht uns bunt. Jeder von euch ist einzigartig, wunderbar und echt, mit Stärken, Eigenheiten, genau so ist es recht.“

 

Sie gab den Jugendlichen die Tugenden Höflichkeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft als wertvolles „Reisegeld“ mit auf den Weg und wünschte alles Gute für die Zukunft.

 

Ehrung der Schulbesten

Gemeinsam mit Rektorin Huber bat stellvertretend für den Elternbeirat Sabrina Hafeneder anschließend die Schulbesten auf die Bühne. Hafeneder gratulierte im Namen aller Eltern zu den überstandenen neun Schuljahren und lobte das bewiesene Durchhaltevermögen. Mit einem herausragenden Schnitt glänzte Katharina Straubinger als beste Absolventin der Schule. Dicht dahinter folgten Theresa Braun, Lea Harbeintner, Elias Limmer, Luisa Aust und Maxi Guggenberger.

 

Große Dankbarkeit und ein ehrliches Schüler-Resümee

Wie tief der Dank der Jugendlichen saß, machten die bewegenden Abschlussreden der Schülersprecher deutlich. Joshua Starke (9a) richtete emotionale Abschiedsworte an die Lehrer der vergangenen Jahre. Namentlich ging er auf die Lehrkräfte ein und hob deren Besonderheiten heraus. Abschließend hob er Klassenlehrer Christian Miedl hervor, der die 9a durch die achte und neunte Klasse begleitet hatte: „Sie haben uns immer motiviert, an uns selbst zu glauben, wenn wir gezweifelt haben. Sie hatten Geduld und gaben uns wichtige Werte mit.“

 

MS_2026_Abschluss26_04Im Anschluss traten die Schülersprecherinnen Katrin Flete Wegner (9b) und Maria Strobl (9b) ans Mikrofon und zogen ein herrlich ehrliches Fazit: „Wenn wir mal ehrlich sind: Die Schulzeit war nicht immer ein Traum. Es gab Tage, an denen der Wecker geklingelt hat und wir ernsthaft überlegt haben, ob wir nicht einfach auswandern sollten“. Auch an Stunden, in denen man sich fragte, „ob die Zahlen auf dem Matheblatt überhaupt Deutsch sprechen“, erinnerten sie. Doch am Ende habe man alles überlebt und sei als starke Gemeinschaft zusammengewachsen. „Mit 15, 16 oder 17 Jahren muss niemand sein ganzes Leben geplant haben. Das Wichtigste ist, dass wir weitergehen und uns von Rückschlägen nicht aufhalten lassen“, führten sie aus. In einer großen Dankesrunde überreichten die Mädchen der 9b persönliche Worte an das gesamte Schulteam. Den emotionalen Höhepunkt hoben sich die Mädels für Klassenlehrerin Karina Ruf auf. Sie habe das Klassenzimmer zu einem Ort gemacht, an dem man gemeinsam wachsen konnte, und jeden Morgen mit einem Lächeln verschönert.

 

Mit dem feierlichen Singen der Bayernhymne endete der offizielle Teil in der Schule. Doch damit war der Festtag noch lange nicht vorbei: Die Festgesellschaft zog im Anschluss weiter in den festlich dekorierten Schlappinger Hof. Dort folgte der nächste Gänsehautmoment des Abends: Unter großem Applaus marschierten die festlich gekleideten Absolventen paarweise in den Saal ein. Mit einem traditionellen, eleganten Walzer eröffneten sie den Abschlussball und feierten mit ihren Familien und Lehrkräften das Ende ihrer Schulzeit.

 

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